Wandern im Harz

Wandern im Harz bedeutet Wandern in einem Mittelgebirge, das für jeden Bergfreund den richtigen Anspruch bietet. Hier kommen Familien, die ihren Nachwuchs im Kinderwagen bei sich haben, genauso auf ihre Kosten wie anspruchsvolle Kletterer, die schon früh am Morgen mit Haken und Seilen aufbrechen um anspruchsvolle Klettertouren in Angriff zu nehmen.

Bis in das späte Mittelalter hinein trug der Harz den Namen „Hart“, was im heutigen Sprachgebrauch in etwa soviel wie „Bergwald“ bedeutet. Doch auch heute noch ist dieser Name Programm, denn wer im Harz wandert, wird sich häufig von dichten Nadelwäldern, aber auch hin und wieder von lichten Laub- und Mischwäldern umgeben sehen, die mit ihren Lichtungen auch zu einer gemütlichen Rast einladen können.

Der Karstwanderweg

Der Karstwanderweg ist ein markierter Wanderweg, der in seinem Verlauf überall durch entsprechende Wegweiser gut beschildert ist. Dabei handelt es sich hier um einen Fernwanderweg, der sich zwischen Förste in Niedersachsen beginnend über Pölsfeld in Sachsen-Anhalt bis in den Südharz und durch dessen Karstlandschaft zieht. Die gesamte Tour beträgt von Niedersachsen bis zum Harz etwas mehr als 200 Kilometer. Häufig wird sie von Wanderern in Angriff genommen, die ihren Urlaub in verschiedenen Unterkünften verbringen.

Viele Veranstalter regeln das dann auf die Weise, dass die Wandergruppen ohne Gepäck unterwegs sind bzw. nur mit ihrer täglich benötigten Ausrüstung und das eigentliche Reisegepäck mittels Zustellfahrzeug von einem Hotel in das nächste transportiert wird. Kommt der Gast am Abend in seinem Hotel oder Gasthof an, erwartet ihn neben einem reichhaltigen Abendessen auch sein Koffer.

Harzer Hexenstieg

Ein ebenfalls bekannter und beliebter Fernwanderweg ist der Hexenstieg. Dabei handelt es sich um einen Wanderweg von einer Länge von etwa 100 km, der sich von Osterode (Anfang) über den legendären Brocken nach Thale (Ende) erstreckt. Er ist eines der Projekte, der in das System der sog. Harzer Wandernadel integriert ist.