Alpenüberquerung als Sport

Unter der Alpenüberquerung wird in jeder gebräuchlichen Hinsicht dieses Begriffs, die Überquerung des Alpenhauptkamms bezeichnet. Dabei kommt dieser Überquerung der Alpen nicht nur eine sportliche Orientierung und Bedeutung im Rahmen der Urlaubs- und Freizeitgestaltung zu, sondern vor allem eine wirtschaftliche und militärische. Doch auch eine Überquerung der Alpen aus religiösen Gründen war in vergangenen Jahren und Jahrzehnten durchaus üblich, und wird auch bei heutigen Pilgerfahrten nach wie vor praktiziert.

Ursprünge der Alpenüberquerung

Pilgerwege gibt es in den Alpen schon seit mehreren hundert Jahren, so dass sich diese Tradition gerade für den Freizeitbereich gut fortsetzen ließ. Entlang eben dieser alten Pilgerwege entstanden in nahegelegenen Orten die ersten Hotels, die heute zu alteingesessenen Betrieben geworden und teilweise noch immer geöffnet sind. Diese dienten auch den ersten Bergsteigern als Unterkünfte.

Unter Intellektuellen und Künstlern hatte vor allem die Besichtigung historisch und kulturell bedeutender, teilweise aus der Antike stammender Stätten bereits im Mittelalter einen hohen Stellenwert. Damals war allerdings eine Überquerung der Alpen zu Fuß weniger häufig, da diese Gesellschaftsschicht vor allem mittels Kutsche reiste.

Die Entwicklung der Alpenüberquerung

Die Überquerung der Alpen im Rahmen der Freizeitbeschäftigung zu Fuß und als Sportart entwickelte sich vor allem im 20. Jahrhundert. Heute gibt es verschiedene Fernwanderwege, die dem passionierten Wanderer eine Alpenüberquerung zu Fuß ermöglichen und dabei wundervolle Fotopunkte und Aussichtsziele bieten. Eine Empfehlung ist hier neben dem Jakobsweg auch der Zentralalpenweg. Bei diesem kann man unter Umständen und bei guter Kondition bis in das Fürstentum Liechtenstein gelangen.

Wer sich auf ein solches Programm einlässt, sollte nicht nur gut zu Fuß und entsprechend trainiert sein, sondern auch über eine entsprechende leider kostspielige Ausrüstung verfügen. Hier empfiehlt sich durchaus auch das Mitführen von Sicherungsseilen, Eispickel und Steighaken. Nur der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt werden, dass man in unbekanntem Gelände besser auch einen versierten Bergführer um eine entsprechende Begleitung bitten sollte.